Mangelnde Qualitätskontrolle bei Cannabis und anderen Drogen

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Mangelnde Qualitätskontrolle

Da es keinen kontrollierten Markt für Cannabisprodukte gibt, stellen sich Probleme bezüglich der Qualität ein. Da die Dealer sich meist selbst aus wechselnden Quellen versorgen, ist nie klar, wie hoch der Wirkstoffgehalt tatsächlich ist.

Durch gezielte Züchtungen und Anbaumethoden weichen die Wirkungen teilweise bis um das Fünffache voneinander ab. Außerdem werden Fälschungen oder Streckungen beobachtet, der Konsument geht in solchen Fällen aus Angst vor eigener Verfolgung meist nicht gegen den Dealer vor.
Bei der Streckung von Marihuana findet häufig das Bestäuben mit Wasser Verwendung, um das Gewicht zu erhöhen. Teils werden auch nichtpotentes Faserhanf-Laub (Knaster) oder Gewürze wie Majoran, Brennnesseln oder ähnliches dazugemischt, wenn es sich nicht um eine komplette Fälschung handelt.
So wird Haschisch sehr oft mit anderen Substanzen gestreckt. In gestrecktem Haschisch finden sich meist Henna, Sand oder Öle/Fette; in seltenen Fällen wurden auch giftige Substanzen wie Pentachlorphenol (PCP), Altöl oder Schuhcreme nachgewiesen. Die Verdünnung ist verhältnismäßig schwer zu erkennen, da Konsistenz und Geruch durch schwarzmarktbedingt wechselnde Quellen und Herstellungsverfahren variieren. Die angebliche Streckung mit Kameldung, Eselmist oder Kuhfladen gehört dagegen ins Reich der Legenden. Die früher oft geäußerte Behauptung, Haschisch werde mit Heroin, LSD oder ähnlichem verdünnt, trifft ebenfalls nicht zu, da diese Drogen viel teurer sind als Haschisch und sich dies daher für den Dealer nicht lohnen würde.

Es sind allerdings Fälle bekannt, in denen Konsumenten dachten, sie hätten Haschisch konsumiert, das mit anderen Drogen veredelt wäre. Bei Analysen stellte sich jedoch heraus, dass lediglich der Wirkstoffgehalt ungewöhnlich hoch war. Auch Marihuana kann gestreckt werden, dies geschieht allerdings seltener als beim Hasch. Am häufigsten findet hier das Bestäuben mit Wasser Verwendung, um das Gewicht zu erhöhen. Teils werden auch nichtpotentes Faserhanf-Laub (Knaster) oder Gewürze wie Majoran, Brennnesseln oder ähnliches dazugemischt, wenn es sich nicht um eine komplette Fälschung handelt. Diese Streckmittel sind in der Regel sehr leicht als solche zu erkennen und auch nicht so gefährlich, wie es Beimischungen in Haschisch sein können. Oft wird das wirkstoffreiche Harz der Blüten abgeschüttelt um daraus Haschisch zu gewinnen, wodurch die Wirkung des Marihuanas bei nahezu unverändertem Gewicht nachlässt. Manchmal werden die abgeschüttelten Blätter und Blüten mit Haarspray besprüht, um dem unerfahrenen Konsumenten Harzkristalle vorzugaukeln. Haarsprayreste zu rauchen ist entsprechend ungesund.

12 GRÜNDE FÜR DIE LEGALISIERUNG VON CANNABIS:

1) Die Verfolgung mehrerer Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland ist völlig unverhältnissmäßig und hat keinerlei positive Signalwirkung oder sonstige positive Auswirkungen. Es führt viel mehr zu einer unnötigen Belastung der Polizei, des Zolls und des Bundesgrenzschutzes, einem Glaubwürdigkeitsverlust des Staates u.a. bei Warnungen vor harten Drogen und bringt (durch Vermischung der Märkte harter und weicher Drogen, mangelnde Qualitätskontrolle, keine Altersüberprüfung bei der Abgabe auf dem Schwarzmarkt, unötige Kriminalisierung der Konsumenten und damit verbundener Arbeitsplatzverlust etc.) alle deutschen Cannabiskonsumenten unnötig in Gefahr. Angesichts der Tatsache, dass in den Niederlanden, wo Cannabis de-fakto frei erhältlich ist, die Zahl der Konsumenten im oder (in Teilbereichen) sogar unter dem europäischen Durchschnitt liegt, ohne dass hundertausende harmlose Bürger staatlich verfolgt werden zeigt, wie sinnlos, ja für die Konsumenten geradezu menschenverachtend die in Deutschland vorherrschende Prohibitionspolitik ist.

2) Es ist schlichtweg lächerlich eine jahrtausende alte, auch als Droge verwendet relativ harmlose Kulturpflanze erwachsenen, verantwortungsbewussten Bürgern zu "verbieten". Vor allem angesichts der Tatsache, dass dieses Verbot offensichtlich nicht durchsetzbar ist.

3) Konsumenten von Cannabis haben in der Regel kein Schuldbewußtsein und empfinden sich nicht als strafwürdige, Dritte schädigende Täter. Die Strafbedrohung und -verfolgung wird daher oft als ungerechte Reglementierung abgelehnt und ignoriert. Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß die Attraktivität des Verbotenen zusätzlich eine verführerische Aufforderung zum Weitermachen mit sich bringt.

4) Cannabis macht nicht physisch und nur ca. 2% der Konsumenten die nur Cannabis und keine anderen, harten Drogen konsumieren psychisch abhängig. Den Problemfällen (die es sicherlich auch gibt) könnte ohne den Prohibitionsdruck und mit den Mitteln einer Cannabisbesteuerung wesentlich effizienter geholfen werden.

5) Es gibt keinen Beweis für den Abbau zerebraler Funktionen und Intelligenzleistungen selbst durch chronischen Cannabisgebrauch. Bei Gelegenheitskonsumenten erst recht nicht. Der Hauptwirkstoff von Cannabis (THC) dockt an körpereigene Anandamidrezeptoren an und entfaltet so seine Wirkung. Es ist also kein Rausch durch Betäubung oder Abtötung von "Gehirnzellen".

6) Während bei Alkohol schon ca. die 5- bis 8-fache Rauschdosis tödlich wirkt, müsste bei Cannabis für eine letale Dosis die 1.800fache (!)Menge konsumiert werden, die zum Zustandekommen eines Rausches benötigt wird. In der Praxis ist dies unmöglich. Noch nie ist weltweit eine Person an einer Cannabisüberdosierung verstorben.

7) Cannabis ist in vielen Bereichen eine hervorragende Medizin die bei einer Legalisierung von jedem praktisch ohne Aufwand und Kosten gezüchtet werden könnte. Der Preis syntetischer THC Präperate hingegen liegt bei mehreren hundert Euro pro 20 Kapseln (Marinol).

8) Alkohol und Nikotin sind sowohl für den Einzelnen als auch gesamtgesellschaftlich evident gefährlicher als Cannabisprodukte.

9) Cannabis ist längst wieder kulturell integriert. Es hat sich mittlerweile eine sehr große Cannabis(sub)kultur gebildet.

10) Eine Cannabislegalisierung würde tausende neuer Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig den deutschen Bauern eine Basis für ihr wirtschaftliches Überleben liefern, da Cannabis ohne großen Aufwand anbaubar ist und schon im Grammbereich Preise von mehreren Euro erzielt.

11)Wird lediglich der Konsum bzw. Besitz "entkriminalisiert", Anbau und Handel bleiben jedoch strafbar und damit im kriminellen Milieu ist eine Trennung der Märkte harter und weicher Drogen nicht möglich und anstatt des Staates, legalen Verkäufern und der deutschen Bauern verdient weiterhin die organisierte Kriminalität am Cannabishandel.

12) Die Kriminalisierung Anfang des 20. Jahrhunderst erfolgte nicht aus gesundheitlichen, sondern vor allem wirtschaftlichen Interessen. Die Cannabisfaser sollte als Konkurrent der neu entdeckten Kunstfaser ausgeschaltet werden. Noch immer ist deshalb der Anbau auch THC-losen Hanfs in den USA verboten.

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