Schnüffelstoffe und Pilze ( Magic Mushrooms ) - Wirkung - Dosierung - Rechtliche Lage - Gefahren

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Schnüffelstoffe und Pilze -" Magic Mushrooms"

Schnüffelstoffe sind lösungsmittelhaltige Stoffe wie Farb- und Klebstoffe sowie Reinigungsmittel, die vom Konsumenten inhaliert werden und benebelnd bis verwirrend wirken, ja sogar zur Bewußtlosigkeit führen. Ein Rausch birgt die Gefahr von Erstickung während der Bewußtlosigkeit oder Herzstillstand. Als Langzeitfolgen gelten Schlaflosigkeit, Unruhe, Depressionen, Kopfschmerzen sowie diverse Organschäden neben solchen an den Atemwegsorganen.

Substanz
Unter Schnüffelstoffen werden unterschiedliche organische Lösungsmittel verstanden, deren Dämpfe beim Inhalieren einen Rausch hervorrufen. Sie wirken auf das zentrale Nervensystem. Man findet sie oft als Bestandteile in Haushalts- und Industrieprodukten. Es existieren über 1400 verschiedene Substanzen, die zum Inhalieren benutzt werden können, wie z.B. mit den Wirkstoffen Toluol, Isobutyl, Nitro (z.B. in Klebstoffen und Verdünnungsmitteln), Butan (Treibgas in Feuerzeugen), Chlorethyl (Wundspray, Lokalanästhetikum), Per- oder Trichlorethylen (in Metall- und Farbreinigern), Benzin, Aceton (Lösungsmittel in Filzstiften, Haarsprays, Lacksprays), Distickstoffoxid ("Lachgas"), Amyl-/Butylnitrit ("Poppers").

Die am meisten verbreiteten Schnüffelstoffe sind Klebstoffe, Farben, Lacke, Benzin, Plastikleim und Verdünnungsmittel (besonders Klebstoffverdünner). Sie enthalten u.a. Toluol, Essigester, Methylenchlorid. Gefährliche Stoffe sind auch Benzol und Trichloräthylen. Beide Stoffe sind in Fleckenentfernungsmittel enthalten.

Konsumform
Wie der Name schon sagt, werden diese Stoffe inhaliert. Sie werden meist auf ein Tuch gegeben oder in eine Tüte gefüllt und vor Mund oder Nase gehalten. Manchmal werden Papier- bzw. Kunststofftüten mit Schnüffelstoffen benetzt und als "Atemmaske" benutzt.

Wirkung
Beim Inhalieren setzt ein kurzer Rausch nach wenigen Sekunden ein, der durch erneutes Einatmen wiederholt werden kann. Er klingt nach einigen Minuten wieder ab.
Unmittelbar nach dem Konsum zeigt der Körper Abwehrreaktionen wie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Erst dann erfolgt der eigentliche Rausch mit unterschiedlich starkem Kontrollverlust, Euphorie, Gefühl der Schwerelosigkeit, akustischen und optischen Wahrnehmungsveränderungen, Halluzinationen und eventueller Steigerung des Tast- und Berührungssinns. Danach tritt ein alkoholähnlicher Rauschzustand mit Enthemmung auf, der schließlich zur Bewusstlosigkeit führen kann. Diese kann u.U. in einem tödlichen Koma enden. Häufig kommt es im Zusammenhang mit dem Konsum zur Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit.
Während oder kurz nach dem Konsum kann es zu Nasenbluten, Husten, Schnupfen und Übelkeit kommen. Weiterhin sind Störungen des Herzkreislauf- und des Atemsystems möglich (bis hin zur Atemlähmung) und es können Krampfanfälle (z.B. Kehlkopfkrampf), Verwirrtheit, Reizung der Haut und der Schleimhäute auftreten.
Die Langzeitnebenwirkungen sind unterschiedlich und von den einzelnen Substanzen abhängig. Es kann zu Verätzungen der Atemwege, Leber- und Nierenschäden sowie Nerven- und Gehirnschäden kommen. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr für das Auftreten von Allergien. Bei längerem intensiven Gebrauch können Toluoldämpfe zu mehrtägigen Delirien (Bewusstseinsstörungen), Gehirnschädigungen mit Gehörverlust, Gleichgewichts- und Konzentrationsstörungen führen.
Schnüffeln kann zu einer starken psychischen Abhängigkeit mit Toleranzentwicklung führen (stundenlanges Hängen an der Tüte). Körperliche Entzugserscheinungen sind nicht bekannt.

Safer Use
Um die Risiken, die durch den Konsum von Schnüffelstoffen entstehen zu reduzieren, solltest du einige Hinweise beachten:
Personen mit Herzrhythmusstörungen sollten auf keinen Fall Schnüffelstoffe konsumieren.
Zwischen den Konsumphasen muss immer ausreichend Sauerstoff eingeatmet werden.
Während des Konsums auf keinen Fall Plastiktüten über den Kopf ziehen, die Erstickungsgefahr ist zu hoch!
Du solltest nie allein oder an gefährlichen Plätzen (Dächer, Baustellen) schnüffeln, da die Unfallgefahr während des Konsums sehr hoch ist.
Gelangen Schnüffelstoffe an/ in deine Augen bzw. Schleimhäute, solltest du diese sofort gründlich ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Viele Schnüffelstoffe sind brennbar, sei deswegen vorsichtig beim Umgang mit Feuerzeugen, Zigaretten etc..
Solltest du Schnüffelstoffe zur sexuellen Stimulation einsetzten, denk dran: Zum Safer Use gehört auch Safer Sex: Vorbereitung ist alles, deshalb Kondome, wasserlösliche Gleitcreme (fetthaltige Gleitcreme lässt Kondome undicht werden) etc. immer schön griffbereit haben!
Bei Notfällen: Giftnotruf : 0361 730730 oder Notruf 112.

BtMG
Schnüffelstoffe unterliegen nicht dem BtMG, sie sind oft Bestandteile in Industrie- und Haushaltsprodukten. Für einige Stoffe gilt allerdings die Apothekenpflicht, ein freier Handel damit stellt somit einen Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz dar.
Laut § 29 ff Betäubungsmittelgesetz werden für Herstellung/ Anbau, Handel, Einfuhr/ Ausfuhr, Abgabe, Besitz u.ä. von Betäubungsmitteln Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen verhängt.


Schwangerschaft
Im Vergleich zu anderen Drogen erzeugen Schnüffelstoffe die höchste Rate an Organschädigungen, somit kann das ungeborene Kind geschädigt werden. Zudem ist durch die Verletzungs- und Selbstschädigungsgefahr, im Sinne von möglichen Stürzen, der Fötus gefährdet.
Die Einnahme von Drogen sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit unbedingt unterlassen werden.

Leicht zugänglich
Viele leicht zugängliche und alltägliche Produkte (z.B. Leim,
Nagellackentferner) enthalten Lösungsmittel, Gase oder andere flüchtige Stoffe, die eine berauschende Wirkung haben können, wenn man sie inhaliert. Auch in der Schweiz machen manche Kinder und Jugendliche frühe Drogenerfahrungen mit solchen Schnüffelstoffen, die oft in Gruppenritualen konsumiert werden.
Vor allem der langfristige Gebrauch von Schnüffelstoffen ist mit erheblichen körperlichen, psychischen und sozialen Risiken und Folgeschäden verbunden.

Schnüffelstoffe (engl. inhalant) ist ein Sammelbegriff für verschiedene legal erhältliche Substanzen, die beim Inhalieren (Schnüffeln) eine halluzinogene Wirkung entfalten können und deshalb meistens von Jugendlichen als Ersatz für illegale Drogen konsumiert werden. Insbesondere werden haushaltsübliche Stoffe, die Lösungsmittel (halogenierte Kohlenwasserstoffe) enthalten und eine ähnliche Rauschwirkung wie illegale Drogen entfalten können, als Schnüffelstoffe bezeichnet. Das können Aerosole, Klebstoffe, Verdünnungen oder ähnliches sein. Auch Lachgas und Poppers werden als Schnüffelstoffe bezeichnet.
Dämpfe anderer, leichtflüchtiger Stoffe können ebenso geschnüffelt werden. Beispiele dafür sind Benzin und Alkohol bzw. Spiritus.
Die Wirkungen setzen in der Regel sehr schnell ein und können wenige Minuten bis zu mehreren Stunden andauern.
Es besteht ein hohes Risiko von Langzeitschäden, vor allem Schädigungen des Zentralnervensystems, der Leber, der Lunge, des Hör- und Gleichgewichtssinnes und Durchblutungsstörungen.

1994
1. März 1994 - Als Betäubungsmittel gelten solche psychoaktiv wirkenden Stoffe, die dem Betäubungsmittelgesetz vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358) in der jeweils gültigen Fassung unterliegen und nicht als Arzneimittel ausgenommen sind. Dazu zählen insbesondere Heroin, Kokain ... Mehr anzeigen
Von Cannabis: Rechtliche Folgen - Verwandte Webseiten.
www.himmelreich-dr.de/html/cannabis_-_regelmassige_einnahm.htm

1997
14. Febr. 1997 - Erstkontakt, Dauer, Frequenz und Applikationsform aller bekannten Suchtstoffe (auch zum Beispiel Nikotin, Alkohol, Schnüffelstoffe, Cannabis, Halluzinogene, Amphetamine, Designerdrogen), Benzodiazepine, Barbiturate, Kokain und Opiate. Ergänzt wird die Drogenanamnese durch Angaben zu ...
Von … der Bundesärztekammer zur Substitutionstherapie... - Verwandte Webseiten.
www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=5162

2001
26. Juni 2001 - Alkohol und Nikotin werden völlig unterschätzt Ob Alkohol oder Ecstasy - die Deutschen schlucken alles, was dröhnt, wie die Zahlen zum Weltdrogentag am 26. Juni 2001 zeigen. Im Kampf gegen Drogen sind neue Konzepte ... Schnüffelstoff Schnüffelstoffe (engl. Mehr anzeigen
Von Drogen - Texte - Verwandte Webseiten.
www.suchtmittel.de/seite/tags.php/drogen.html

2002
9. Dez. 2002 - Legale, aber gefährliche Schnüffelstoffe sind im Kommen. Die Situation bei Opiaten und Kokain zeigt sich hingegen stabil. ... und Schnüffelstoffe (Lösungsmittel, Gas, etc.) erfasst, wobei sich im Einklang mit den im letzten Jahr dargestellten Expertenberichten hohe Prävalenzraten von ...
Von Drogenbericht 2002: Cannabis im Vordergrund - Verwandte Webseiten.
www.news.at/articles/0250/10/46635/drogenbericht-2002-cannabis-vordergrund

2004
10. Okt. 2004 - Schnüffelstoffe sind eine Suchtstoffgruppe, die die höchste Rate an Organschädigungen und bereits unter Erstkonsumenten eine erhebliche Zahl von Todesfällen aufweist. Die Fachstelle für Suchtvorbeugung Krisenhilfe hat eine 28-seitige Broschüre herausgegeben, die über Konsummuster und ...
Von Drogen: Schnüffelstoffe nicht verharmlosen - Verwandte Webseiten.
www.aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=43763

2005
15. März 2005 - Schnüffelstoffe, die Modedroge der 90er Jahre, liegen bei amerikanischen Jugendlichen wieder voll im Trend. Viele unterschätzen die tödliche Gefahr, ... Schnüffelstoffe sind auch deshalb attraktiv, weil sie leicht zugänglich sind. Sie sind zum Beispiel in normalen Spraydosen enthalten. ...
Von Russisches Roulette - Verwandte Webseiten.
www.stern.de/panorama/:Drogenkonsum-Russisches-Roulette/537715.html

2006
10. Jan. 2006 - Das Problem sei akut, sagte der Arzt. In einer europäischen Schülerstudie von 2004 habe ein Prozent der befragten 15- und 16-Jährigen angegeben, innerhalb der vergangenen 30 Tage Schnüffelstoffe konsumiert zu haben. Fast jeder Zehnte von ihnen habe bestätigt, schon einmal geschnüffelt ...
Von Mediziner warnt Jugendliche vor Schnüffeln von... - Verwandte Webseiten.
www.mvregio.de/8873.html

2007
12. März 2007 - BUENOS AIRES, 12. März 2007 - Der Konsum von Alkohol (minus 17,7 Prozent) und Tabak (minus 7,4 Prozent) bei Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren ging in Argentinien seit 2001 zurück. Der Konsum von Cannabis (plus 67 Prozent) und von Schnüffelstoffen (plus 380 Prozent) legte hingegen ...
Von … Alkohol und Tabak - Cannabis, Schnüffelstoffe,... - Verwandte Webseiten.
www.argentinienaktuell.com/newsDetail.php?newsId=1757

2008
3. März 2008 - ... ... ihre erste Zigarette vor dem zehnten Geburtstag geraucht haben. Etwa 32 Prozent gaben an, zumindest an einem Tag in der Woche zu rauchen. 2001 waren es noch 47 Prozent. Illegale Substanzen - Schnüffelstoffe oder biogene Drogen - haben etwa zwölf Prozent der Jugendlichen ausprobiert.
Von Suchtmittel für Schüler weniger cool - Verwandte Webseiten.
www.kurier.at/nachrichten/burgenland/135889.php

2009
20. Febr. 2009 - Als ihm der Alkohol-Rausch nicht mehr reichte, inhalierte er auf privaten Partys Schnüffelstoffe. Die Hälfte aller Cannabiskonsumenten macht ihre ersten Rauscherfahrungen vor dem 16. Lebensjahr. Immerhin bis zu sieben Prozent werden süchtig. Genauso wie André. Der 20-Jährige hat seinen ...
Von "MEIN KIND IST SÜCHTIG!" Jugend zwischen Drogen... - Verwandte Webseiten.
www.spiegel.de/sptv/tvthema/0,1518,607283,00.html

 

 

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Pilze " Magic Mushrooms "

Herkunft:

Psychoaktive psilocybinhaltige Pilze sind auf der ganzen Welt beheimatet. Während etwa 70 Prozent der psychoaktiven Pilzarten in Südamerika vorzufinden sind, ist bei uns in Europa vor allem der "spitzkegelige Kahlkopf" (Psilocybe semilanceata) bekannt. Weit verbreitet sind ausserdem die kommerziell hergestellten Psilocybe cubensis und Panaeolus cyanescens, die illegal weiterverkauft werden.

Wirkstoffe:

Die zwei psychoaktiven Wirkstoffe dieser Pilze sind Psilocybin und sein Abbaustoff Psilocin. Diese Stoffe zählen zu der Gruppe der Halluzinogene.

Konsumformen:

Pilze werden oral eingenommen, entweder getrocknet oder frisch gegessen, oder zum Tee aufgebrüht getrunken.


Die Wirkung setzt nach ca. einer halben Stunde ein und erreicht nach zwei Stunden ihren Höhepunkt, der in der Regel 2 bis 4 Stunden anhält. Das Wirkungsspektrum ist mit dem von LSD vergleichbar, die Rauschdauer ist aber wesentlich kürzer und wird von Konsumenten als sanfter, wärmer und weniger beängstigend erlebt.

Es entfaltet sich ein traumhafter und euphorisierender Zustand, der sich je nach Dosis folgendermaßen auswirken kann.

Körperliche Wirkungen:

Erhöhung von Körpertemperatur und Puls
Wärmegefühl stellt sich ein
Erhöhung der Aktivität und Ausdauer
Psychische Wirkungen:

Veränderung der optischen und akustischen Wahrnehmung und des Tastsinnes
Verändertes Raum- und Zeitempfinden
Verändertes Körperempfinden bis hin zum Gefühl der Körperlosigkeit
Verändertes Denken und Anregung der Phantasie
Unbewusste, verdrängte Erinnerungen und Gefühle können ins Bewusstsein zurückkehren

In der üblichen Literatur für Pilzsammler werden psilocybinhaltige Pilze nicht den verzehrbaren Pilzen zugeordnet, sondern es wird vor ihnen als Giftpilzen gewarnt. Beispielhaft sei hier ein Auszug aus dem Werk "Giftpilze und Pilzgifte" (Kosmos Verlag) wiedergegeben: "Die psychischen Symptome der Psilocybinvergiftung sind sehr verschieden.... Neben physischen Reaktionen (Kopfweh, Ameisenkribbeln, Kältegefühl, Gleichgewichtsstörungen, Blutdruckabfall mit Schwindel) treten eine Reihe von psychischen Symptomen auf. Bei ahnungsloser Vergiftung überwiegen Angst, Unruhe und Depressionen. Wenn sich ein Süchtiger jedoch eine Bewußtseinsänderung erhofft, können sich Glücksgefühl, Halluzinationen und Befreiung von Angst und Hemmungen einstellen. ... Besonders häufig sind Halluzinationen von kaleidoskopartigen Bildern. Die Bewußtseinstrübung kann in ein Delirium oder in völlige Bewußtlosigkeit übergehen. Der Trip dauert einige Stunden und wird zum Glück von vielen als unangenehm und beängstigend empfunden."
Abgesehen davon, daß mehrere dieser Aussagen als übertrieben und unrichtig einzustufen sind, zeigt diese Schilderung am Beispiel des Psilocybins doch wiederum sehr deutlich den Einfluß von Set und Setting* für den Ablauf des nach dem Drogenkonsum Erlebten: Werden halluzinogene Pilze nicht vorsätzlich, sondern unbeabsichtigt wegen einer Verwechslung mit anderen Pilzen gegessen, so sind anstelle freudiger Erlebnisse anschließende Horrorvorstellungen, bedingt durch die Angst, sich ernstlich vergiftet zu haben, eher die Regel. Nur wenn diese Angst verdrängt werden konnte, waren auch positive Erlebnisse bei unfreiwilligem Konsum dieser Pilze möglich. Zitat: ,...und ein eher fröhlicher, ausgeprägter Rauschzustand stellte sich ein."
Ein Mykologe beschrieb seine Erlebnisse nach vorsätzlichem Verzehr von ca. 2 g getrockneten Inocybe aeruginascens (Fundort bei Potsdam) folgendermaßen: "Die Pilze schmeckten wie gewöhnliche Speisepilze. Nach etwa 30 Minuten stellte sich bei entspanntem Liegen allmählich eine angenehme Aufhebung des Schweregefühls ein. Langsam entwickelten sich auch abstrakte Halluzinationen in Form von sprühenden Farben und Lichtern. Mit der völligen Aufhebung des Schweregefühls entstand die sehr lebhafte Vorstellung eines Fluges der Seele mit entsprechend euphorischen Gefühlen. Beim Schauen aus dem Fenster in die dunkle Nacht in eine Waldlandschaft traten Illusionen in Form seltsamer Raster und Muster auf, die besonders eindringlich wirkten und einen Hauch von Ewigkeit verbreiteten. Nach vier Stunden war schließlich die Wirkung ohne jegliches körperliches Mißempfinden abgeklungen."


Chronischer Konsum von halluzinogenen Pilzen kann zu einer psychischen Abhängigkeit führen.

Bei wiederholter Einnahme ist mit einer steigenden Toleranzentwicklung zu rechnen.

Eine körperliche Abhängigkeit von der Droge ist nicht bekannt.


Risiken des akuten Gebrauchs können sein

Große Schwankungen in der Wirkstoffkonzentration, daher keine exakte Dosierung möglich
Gefahr von Pilzvergiftung durch zu langes Aufbewahren von frischen Pilzen und durch Unkenntnis bzw. Verwechslungen bei selbstgesammelten Pilzen
Unangenehme Körperreaktionen wie Kopfschmerzen, Kältegefühl, Schweißausbrüche, Schwindelgefühl, Atembeschwerden, Herzrasen
Wahnvorstellungen und Zwangsgedanken
Panik
Horrortrips
ungeklärt ist die Gefahr der Auslösung latenter Psychosen
Risiken bei chronischem Missbrauch können sein:

Toleranzbildung mit einhergehender Dosissteigerung
Zunehmender Realitätsverlust und Veränderung der Persönlichkeit
Erhöhte Gefahr des Auftretens von Psychosen
Psychische Abhängigkeit
Folgende Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen !

Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens folgende Hinweise beachten:Das Konsumieren von Pilzen stellt einen schweren Eingriff in die menschliche Psyche dar, der Zeit braucht, um verarbeitet zu werden.

Wer Pilze konsumiert, setzt bewußt seine Gesundheit aufs Spiel. Deshalb sollten Pilze auf keinen Fall regelmäßig eingenommen werden und schon gar nicht, wenn man sich in einer schlechten Stimmung befindet, dass der Rauschzustand aktuelle Zustände verstärken kann.

Wenn man trotzdem das Risiko von Gesundheitsschädigungen eingeht, sollte man wenigstens für eine angenehme und angstfreie Umgebung sorgen und nur mit guten Freunden konsumieren.

Da die Dosierung nur schwer einzuschätzen ist (Faktoren hierfür sind z.B. Körpergewicht, Substanzmenge, psychische Verfassung etc.) sollte mit einer sehr kleinen Dosis begonnen werden.

Vor dem Pilztrip sollte nur leichte Nahrung eingenommen werden. Mischkonsum mit anderen Drogen und Alkohol sollte vermieden werden. Dieser ist äußerst gefährlich. Die Wirkungen und Nebenwirkungen sind unkalkulierbar.

Werden Pilze auf Parties konsumiert, sollten Konsumenten daran denken, ausreichend alkoholfreie Getränke zu trinken und immer wieder Tanzpausen einzulegen.

Im Notfall sofort ins Krankenhaus. Dort wird eine Flüssigkeit verabreicht, die den Betroffenen mehrmals erbrechen läßt, um den Pilz aus seinem Magen zu bekommen. Es ist wichtig, den Arzt über die eingenommene Substanz aufzuklären. Falls der Betroffene oder sein Begleiter das Gefühl haben, dass der Arzt unsicher ist oder sich nicht wirklich mit Drogen auskennt, sollte ihm der Vorschlag unterbreitet werden, sich bei der Giftzentrale zu informieren.

Reines Psilocybin bewirkt auch bei langjährigem Gebrauch in üblicher Dosierung keine ernsthaften Organschäden, wie entsprechende Untersuchungen zeigten. Psilocybin, aber auch andere in den Pilzen eventuell enthaltene Wirkstoffe (Baeocystin, Bufotenin usw.) können aber neurovegetative Nebenwirkungen wie Atembeschwerden, Herzrasen und Veränderungen im Blutdruck oder Puls anfänglich verursachen. Auch die Körpertemperatur wird eventuell hochreguliert, was bei hoher Umgebungstemperatur (Tropen/Discothek) zu intensiven Schweißausbrüchen führen kann. Von einem Mischkonsum dieser Pilze mit Ecstasy und Speed ist deshalb dringendst abzuraten, da sich die Gefahr eines Ecstasy/Speed-induzierten Hitzschlages verstärken könnte.

Die User von psilocybinhaltigen Pilzen sollten zudem stets bedenken, daß sie sich neben schönen optischen Halluzinationen und einem interessantem Körpergefühl auch immer einer starken psychotropen Wirkung aussetzen (inbesonders bei hoher Dosierung, bzw. unerwünschter Überdosierung): Verdrängte traumatische Erlebnisse können aus dem Unterbewußtsein wieder an die Oberfläche gelangen, wo sie ohne (!) fremde Hilfe unter Umständen nicht mehr verarbeitet werden können. Diese Erfahrungen, aber auch die neurovegetativen Nebenwirkungen, können bei psychisch labilen Personen, vor allem aber auch bei Jugendlichen im Extremfall zu starken Angst- bis Wahnvorstellungen bzw. zu allgemein panischen Reaktionen führen; akute Panikzustände während der Wirkungszeit des Psilocybins stellen im übrigen des statistische Hauptrisiko dieser Pilze dar.

Regelmäßiger Konsum von Psilocybin führt zu keiner physischen (körperlichen) Abhängigkeit; das (geringe) Risiko der Entwicklung einer psychischen Abhängigkeit ist aber prinzipiell nicht auszuschließen.

Rechtslage
Psilocybinhaltige Pilze fallen unter das Betäubungsmittelgesetz. Der Erwerb, Handel und Besitz ist unter Strafe gestellt, sofern die gesammelten oder auch gekauften Pilze zum Konsum als Droge bestimmt sind.

Von einer Strafverfolgung kann abgesehen werden, wenn dem Täter nur der Erwerb oder Besitz einer geringen Menge ausschließlich zum Eigengebrauch nachgewiesen wird.

ACHTUNG: Selbst wenn es nicht zu einem Verfahren kommen sollte, wird der Tatbestand in aller Regel an das Landratsamt weitergeleitet, was Auswirkungen auf den Führerschein hat (auch wenn man als Fußgänger "erwischt" wurde).

Zu beachten ist ferner der erschwerende Fall "der nicht unerheblichen Menge" (z.B. bei Cannabis mehr als 300 Konsumeinheiten) für Besitz und Handel sowie die Abgabe an Personen unter 18 Jahren (wenn der Täter über 21 Jahre alt ist), was mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet wird.

Psilocybin ist ca. 1-3 Tage nach der letzten Einnahme nachweisbar. In den Haaren ist jeglicher Drogenkonsum je nach Haarlänge nachweisbar ( 1 cm entspricht 1 Monat ).

In Deutschland sind die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin als nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel in Anlage 1 des Betäubungsmittelgesetzes erfasst. Besitz von und Handel mit diesen Pilzen sind daher, unabhängig von zum Beispiel ihrem Trocknungsgrad oder dem Zweck des Besitzes (mit eng begrenzten Ausnahmen, beispielsweise zum Zweck pilzkundlicher Sammlungen), in Deutschland strafbar. Irrtümliches Sammeln kann straffrei bleiben und ist beim gleichzeitigen Vorliegen von Speisepilzen und einer schlechten Pilzkenntnis des Sammlers auch nicht anders zu interpretieren. So sind in den Jahren ab 1980 und besonders nach 1995 mehrere irrtümliche Vergiftungen in Mittel-und Süddeutschland vorgekommen, bei denen besonders Psilocybe cyanescens spontan im Garten auf Holzresten wuchs und sowohl für den Hallimasch als auch für den Kulturträuschling gehalten wurde.
Im Widerspruch dazu steht ein Spruch des Oberlandesgerichts Koblenz vom 15. März 2006, nach dem Pilze in keiner Form durch das BtMG erfasst und somit sowohl in trockenem als auch in frischem Zustand legal sind. Dieses Urteil bezieht sich allerdings nur auf die Fassung des BtMG vor der letzten Änderung im Frühling 2005. Mit Urteil vom 25. Oktober 2006 hat der Bundesgerichtshof unter Az. 1 Str 384/ 06 das Revisionsurteil des Koblenzer Oberlandesgerichtes aufgehoben.
Der Fliegenpilz unterliegt in Deutschland nicht dem Betäubungsmittelgesetz.

Rechtslage Holland

Seit dem 1. Dezember 2008 sind u.a. Verkauf und Besitz von Zauberpilzen in den Niederlanden verboten. Nach mehreren (tödlichen) Zwischenfällen wurde eine Änderung des Gesetzes vollzogen.Die verbotenen Pilzarten sind Teil der zweiten Liste der Opiumwet (niederl. Opiumgesetz), zu der auch Rauschmittel wie Haschisch gehören.
Das Openbaar Ministerie (niederl. Staatsanwaltschaft) gab bekannt, dass es beim Besitz von bis zu 0,5 Gramm getrockneter Pilze oder 5 Gramm frischer Pilze nicht zur strafrechtlichen Verfolgung kommt. Somit ist der Besitz von diesen geringen Mengen erlaubt

Geschichte

Die ersten Hinweise auf einen Gebrauch von Zauberpilzen entstanden ca. 9000–7000 v. Chr. In der Tassiliebene im heutigen Algerien wurden Felszeichnungen entdeckt, die maskierte, mit Pilzen bedeckte „Götter“ zeigten. Das erste schriftliche Zeugnis einer Nutzung der Zauberpilze ist das Buch Historia general de las cosas de Nueva España von Bernardino de Sahagún.
Die in Mittelamerika vorkommenden Arten (beispielsweise Psilocybe cubensis oder Psilocybe mexicana) wurden und werden noch immer in schamanistischen Ritualen verwendet. Psilocybe cubensis wurde wahrscheinlich erst mit dem Dung der Haustiere der spanischen Eroberer eingeschleppt, was sich auch in der häufigen Ablehnung der Indianer hinsichtlich der Verwendung des Pilzes zeigt. Der Zauberpilz wird indianisch "Teonanacatl" genannt, "Fleisch der Götter".
Am bekanntesten ist die schamanische Nutzung von Zauberpilzen in Lateinamerika. Diese Nutzung wurde 1953 vom Ehepaar Valentina und R. Gordon Wasson in Mexiko entdeckt. Vorher wurde den Zauberpilzen nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet, die Wirkstoffe in den Zauberpilzen (hauptsächlich Psilocybin und Psilocin) waren nicht bekannt und viele hielten die Existenz vieler psychoaktiver Pilzarten für unwahrscheinlich oder einen Mythos. Heute sind über 100 psychoaktive Arten rund um die Welt mit Ausnahme der Trockengebiete und der Eisgebiete bekannt. Ihre Erforschung ging von den Mykologen und Chemikern Wasson, Heim, Albert Hofmann, R. Singer und G. Guzman aus. In den letzten 20 Jahren publizierte J.Gartz die meisten Arbeiten zur Chemie der Pilze in führenden botanischen Zeitschriften. Weitere Publizisten zur Mykologie und Ethnobotanik sind P. Stamets, J. Ott sowie G. Samorini mit einer großen Anzahl Artikeln und mehreren Büchern.
Fliegenpilze wurden zum Beispiel bei germanischen Völkern und bei den Korjaken für Vorausdeutungen, die Kontaktaufnahme mit Ahnen und Geistern und das Reisen in fremde Welten benutzt. Auf Nordsumatra rund um den Tobasee werden Zauberpilze von den Batak rituell verwendet.Geschichte

Halluzinogene Pilze, von den Urvölkern zumeist bei spirituellen Zeremonien verwendet, zählen wohl zu den ältesten Drogen der Menschheit, weit vor der Entdeckung des Alkoholes, schlechthin. Das altgermanische Bier zum Beispiel enthielt abweichend vom späteren bayrischen Reinheitsgebot neben etwa 2% Alkohol zudem als psychoaktive Substanzen Bilsenkraut, Taumellolch und Zauberpilze. Noch im Mittelalter wurden Pilzen bei uns mystische und dämonische Kräfte zugewiesen (s. Ausdruck Hexenringe), an denen in anderen Kulturkreisen, wie bei verschiedenen Stämme in Sibirien und Südostasien und Indianern Zentral-Mexikos bis in dieses Jahrhundert hinein festgehalten wurde. Letztere benutzten die heiligen Pilze (teonanacatl = Fleisch der Götter) nur zu besonderen Anlässen (stets nach Sonnenuntergang); dies konnten spirituellen Sitzungen sein, aber auch eine Befragung über das Schicksal (Orakel) eines Kranken oder über den Verleib eines gestohlenen Esels, welche stattfand, nachdem ein Schamane die entsprechenden hellseherischen Kräfte nach Pilzverzehr erworben hatte.1955 entdeckte R.G. Wasson (USA) die Zauberkraft der Pilze bei einem Pilzritual in Mittelmexiko für die "zivilisierte" Welt neu; die Gattungs- und Artbestimmung erfolgte 1956/57 durch die Mykologen R. Heim und R. Singer. Die Isolierung und Identifizierung der psychoaktiven Substanzen gelang schließlich 1958 Albert Hofmann, dem Entdecker des LSD, bei der Sandoz AG in Basel: er nannte sie Psilocybin und Psilocin (nach der Pilzgattung Psilocybe). In den frühen 60er Jahren wurde dann Psilocybin in den USA und später weltweit als Medikament in der Psychoanalyse und Pyschotherapie eingesetzt. Umfangreiche Studien (u.a. mit Strafgefangenen und Theologiestudenten) hatten zuvor gezeigt, daß regelmäßiger Konsum von Psilocybin Depressionen und Agressionen abbaut sowie soziale Verantwortung fördert.

Ab 1965 begann sich die aufkommende Hippie- und Protestbewegung in den USA außer für LSD auch für Psilocybin bzw. Pilze zu interessieren. Der daraufhin einsetzende Druck einer hysterischen Presse auf den wahlentscheidenden puritanischen Mittelstand, einer Presse, die wahre Horrorszenarien über die angebliche Gefahr der Halluzinogene beschwor (auch das bekannte Magazin "Time"), und der Einfluß reaktionärer und Angst-schürender Politiker führte schließlich im Jahre 1966/67 zum Verbot der Halluzinogene (LSD, Meskalin, Psilocybin) in den USA. Um den "gefährlichen Rauschgiftpilzen" beizukommen, wurde in einzelnen Fällen sogar vor dem Einsatz von Fungiziden nicht zurückgeschreckt. Unter maßgeblichem Einfluß der USA wurden diese Substanzen dann in die Liste der besonderes gefährlichen Stoffe des internationalen Abkommens über psychotrope Substanzen (UNO Single Convention on Narcotic Drugs) gesetzt; damit war auch der Umgang mit der vermutlich ältesten Kulturdroge der Menschheit - den Zauberpilzen - in den meisten Staaten kriminalisiert. Mit dem Ersatz des alten Opiumgesetzes durch das neue Betäubungsmittelgesetz (verfasst von einer sozial-liberalen Bundesregierung) wurden diese Halluzinogene 1971 schließlich auch in der BRD in die Illegalität abgedrängt, wenn auch psilocybinhaltige Zauberpilze und meskalinhaltige Kakteen in Deutschland noch "legal" sind, was sich aber nach Plänen der Bundesregierung demnächst grundlegend ändern soll.

Seit den 70er Jahren lernten immer mehr Europäer Zauberpilze bei Reisen in die Tropen kennen. Als bekannteste Ziele für Pilzreisende gelten hierbei Südostmexiko, Koidakanal in Südindien, Pokhara in Nepal, die Inseln Ko Samui und Ko Phangan in Thailand, Sumatra mit dem Toba See, Bali und Lombok in Indonesien und die Insel Boracay in den Phillipinen. Im "Midnight Oil" (Kuta, Bali) konnte man/frau z.B. für umgerechnet 10 Mark ein Special Mushroom Omelett oder andere Pilzgerichte von der Speisekarte bestellen. Da frei-wachsende Pilze bei uns nicht immer verfügbar sind, werden seit etwa zehn Jahren psychoaktive Pilze auch im eigenen Keller oder Garten kultiviert. Insbesonders in den USA und in Holland sind teilweise schon regelrechte Pilzfarmen entstanden, die auch Brutmaterialien für die Pilzheimkultur der "Hobbymykologen" liefern.


Abhängigkeitspotential

Eine Sucht, die aus körperlichen Entzugsymptomen resultiert, ist nicht bekannt. Auch das Risiko einer psychischen Abhängigkeit ist eher gering, da Pilzkonsum kaum zur Problemverdrängung geeignet ist und eine depressive Grundstimmung (vgl. Set und Setting) – ganz im Gegenteil – Horrortrips auslösen kann und daher Pilzkonsum kontraindiziert. Des Weiteren wird der Rausch meist als psychisch und physisch sehr anstrengend beschrieben. Im Allgemeinen hat der Konsument direkt im Anschluss an die Erfahrung kein Bedürfnis nach einem weiteren Trip, sondern eher nach Ruhe, Erholung und Verarbeitung des Erlebten. Die äußersten Glücksgefühle, die man während eines positiven Trips erlebt, stellen jedoch für den Konsumenten einen starken Anreiz dar, weitere Rauscherfahrungen zu erleben. Der Pilzkonsument kann allerdings auch einen „schlechten Trip“ erleben, der ebenso intensive, negative Gefühle auslöst wie der „gute Trip“ euphorisierende. Der Bewusstseinsforscher Ronald Siegel beschrieb 1981, als Sachverständiger der WHO, dass Konsumenten die Pilze im Durchschnitt höchstens zehnmal nahmen, und dies in Abständen von mehreren Wochen.
Psilocybin-Konsum bildet beim Konsum von Pilzen an mehreren Tagen hintereinander eine Toleranz aus, diese verschwindet jedoch nach einigen Tagen wieder. Eine physische (körperliche) Abhängigkeit bei regelmäßigem Konsum von Psilocybin ist nicht beschrieben, eine psychische Abhängigkeit kann aber prinzipiell nicht ausgeschlossen werden


Gefahren

Aus der veränderten Wahrnehmung der Umwelt können während der Psilocybin-Wirkung für den Konsumenten Risiken entstehen, beispielsweise die falsche Einschätzung von Gefahren beim Überqueren stärker befahrener Straßen oder beim Lenken eines Fahrzeugs. Man sollte sich daher in einem möglichst sicheren Setting befinden.
Bei Aufnahme größerer Pilzmengen kann eine Verkennung der Umgebung mit Angst eintreten (sogenannter Horrortrip), die in der Regel nach etwa fünf Stunden abklingt und fast immer unproblematisch endet. Durch ein angenehmes Setting sowie durch geeignete Ablenkungen kann das Risiko eines Horrortrips gesenkt werden. Doch existieren auch Einzelfallberichte, wonach der Konsum von Pilzen zu länger anhaltenden, unerwünschten Wahrnehmungsstörungen führte (HPPD, siehe auch Flashbacks), die in Intensität, Frequenz und Dauer unterschiedlich beschrieben werden. Berichtet wurde von Gesamtzeiträumen wiederkehrender Flashbacks von mehreren Monaten, in einigen Fällen bis zu 5 Jahren. Grundsätzlich besteht die Gefahr der Aktivierung einer latent vorhandenen Psychose. Bei gesunden Personen gilt der Konsum von Psilocybin allerdings als weitgehend ungefährlich: Der Schweizer Neurologe Roland Fischer fand vor 30 Jahren bei reinem Psilocybin bei seinen Versuchspersonen nur sehr seltene und milde Langzeitreaktionen, die keine Beeinträchtigungen im Alltag erzeugten. Dies ist auch der Grund dafür, dass im Jahr 2006 erstmals seit den 60er Jahren wieder klinische Tests mit Psilocybin an freiwilligen Versuchspersonen genehmigt wurden. Diese wurden an der Johns Hopkins University unter Leitung von Roland R. Griffiths durchgeführt und führten zu keinen negativen Ergebnissen.Ähnliche Langzeitnebenwirkungen wie die bei Zauberpilzen beschriebenen können auch bei einzelnen Therapieformen der Schulmedizin auftreten.
Unabhängig vom psychischen Gefahrenpotential kann eine physische toxische Wirkung derzeit nicht belegt werden. Die Ergebnisse vieler zu dieser Problematik in Auftrag gegebener Studien bestätigen eine solche nicht.

Psychoaktive Pilze sind auf der ganzen Welt verbreitet. Im Spätsommer und Herbst sind sie auch in Deutschland und in den Nachbarländern zu finden. Am häufigsten kommen wahrscheinlich der Spitzkegelige Kahlkopf und der Fliegenpilz in Deutschland vor. Jedoch breitete sich die sehr potente und große Psilocybe cyanescens auf Holzresten in den letzten 15 Jahren stark aus und ist lokal in Massen zu finden, wie z.B. in Mitteldeutschland. Ihre starke Blauverfärbung bei Druck und im Alter ist für den Pilz sehr charakteristisch und sonst in Europa nur noch bei den Röhrlingen zu finden, die jedoch inaktiv sind. Beim Sammeln von Pilzen der Gattung Psilocybe sollte man mit der Identifikation dieser Pilzgattung gut vertraut sein und Bücher zur Pilzidentifikation besitzen, denn Psilocybe-Pilze können verhältnismäßig leicht mit anderen Arten verwechselt werden.
Besonders erwähnenswert ist der Mutterkorn-Pilz, der im Mittelalter in Europa zu vielen Todesfällen, aber auch massenhaften Wahnwahrnehmungen führte, wenn die Getreideernte damit verunreinigt war. Daher steht es im Verdacht, eine Rolle bei Hexenverfolgungen gespielt zu haben. Mutterkorn enthält viele Lysergsäure-Derivate, vor allem Ergotamin, das für therapeutische Zwecke gewonnen wird, aber auch die Basis für die Herstellung des illegalen Halluzinogens LSD ist. Bei der modernen Landwirtschaft wird Mutterkorn von den Getreidekörnern getrennt, eine Vergiftungsgefahr ist nur bei nichtindustrialisierter Landwirtschaft gegeben.

1949
1949 - Gleichwohl blickt der 1949 als Sohn eines Besatzungsoffiziers in München geborene Johnson, der große Teile seiner Kindheit in Manila verbrachte, inzwischen beinahe amüsiert auf seine Säufer- und Drogenkarriere zurück. "Vor achtzehn Jahren hab ich das letzte Mal ... Mehr anzeigen
Von Archiv - taz.de - Verwandte Webseiten.
www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2004/12/21/a0196&type=98

1958
1958 - Halluzinogene Pilze (auch: Zauberpilze, Magic Mushrooms, Psilos) wurden bereits früh in der Menschheitsgeschichte bei rituellen Zeremonien verwendet. Albert Hofmann, dem Erfinder von LSD, gelang es 1958, die Wirkstoffe Psilocin und Psilocybin aus Pilzen der in Europa ...
Von Halluzinogene - Verwandte Webseiten.www.dieterwunderlich.de/drogen_halluzinogene.htm

1965
1965 - Die texanische Band "13th Floor Elevators" wird oft als erste "psychedelische" Rockband bezeichnet - zumindest war sie die erste, die ab 1965 mit dieser Art Musik einen gewissen kommerziellen Erfolg hatten. Bands, die noch früher solche Musik machten, wie "The ... Mehr anzeigen
Von MMsSenf: Summer of Love VIII - Psychedelic Music - Verwandte Webseiten.
martinm.twoday.net/stories/4102520/

1972
Apr. 1972 - Doch das Acid und die Magic Mushrooms lassen das Quintett träge und selbstzufrieden werden, die im April 1972 nachgeschobene zweite LP "Flaming Galah" besteht vor allem aus alten, notdürftig aufgemotzten Demoaufnahmen.
Von Rock Hard Online rockt das Web - Verwandte Webseiten.
www.rockhard.de/index.php?smod= p209Wz1iMUIfo2qAo2D9pz9wn2uupzDhp3Eipzyypl5xMKEunJkJnJI3Wzqlo3IjFHD9pzusp3EipaxzL2...

1996
7. Aug. 1996 - Ihre Produktpalette reicht von Energy-Drinks, Vitaminpillen über exotische Kräutermischungen bis hin zu Magic Mushrooms - Pilzen, die eine halluzinierende Wirkung haben ... Vor allem der Konsum der Magic Mushrooms birgt nach Ansicht von Drogenberatern nicht zu unterschätzende Gefahren. ...
Von Mit Kräuter-Ecstasy auf dem etwas anderen Öko-Trip ($$) - Verwandte Webseiten.
www.genios.de/r_googlearchiv/landing.html?START=CN0&DOKV_DB=stz&DOKV_NO=STZ-19960807- 0-92&T_TEMPLATE=googlearchiv

2000
11. Dez. 2000 - Von Lasse Dudde. Goa ist out, das Stelldichein bei Vollmond findet nunmehr auf Ko Phangan im thailändischen Golf statt. Jeden Monat kehrt am Haad Rin Beach die Party-Generation ein. Sie feiert sich bis zur Besinnungslosigkeit. Der Schmächtige mit den Rasta-Zöpfen scheint jetzt schon ...
Von Magic Mushrooms in Suppen - Verwandte Webseiten.
www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,107285,00.html

2006
26. Juni 2006 - EU-Drogenexperten haben am Montag vor dem Konsum von "Magic Mushrooms" gewarnt. Viele junge Europäer experimentierten derzeit mit diesen Pilzen, die ähnliche Halluzinationen wie das Rauschgift LSD auslöse, teilte die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) in Lissabon mit. ...
Von Ähnliche Wirkung wie LSD Warnung vor Magic... - Verwandte Webseiten.
www.n-tv.de/682685.html

2007
5. Nov. 2007 - Die niederländische Regierung will den Anbau und Verkauf von "Magic Mushrooms", halluzinogenen Pilzen, verbieten. Die Szene reagiert empört. Der niederländische Gesundheits- und Justizminister haben kürzlich verkündet, den Anbau und Verkauf der "Magic Mushrooms" verbieten zu wollen. ...
Von Amsterdam: Schluss mit "Magic Mushrooms" - Verwandte Webseiten.
www.diepresse.com/home/panorama/welt/341105/index.do

2008
1. Dez. 2008 - Tausende Konsumenten wollten sich noch einmal eindecken: In den Niederlanden, wo zum letzten Mal sogenannte "Magic Mushrooms" legal verkauft werden konnten, kam es zu einem Massenansturm auf Drogenläden. Die Pilze lösen beim Konsum ähnliche Reaktionen aus wie LSD. ...
Von LETZTER HANDELSTAG FÜR "MAGIC MUSHROOMS" - Verwandte Webseiten.
www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,593764,00.html

2009
4. Jan. 2009 - Jeder hat bestimmt schon einmal von diesen sogenannten Magic Mushrooms gehört. “Shrooms” bastelt um dieses Mysterium einen ganzen Film. ... Gemeinsam wollen die sechs einen Campingausflug in den Wald machen und sich mit Magic Mushrooms den Trip ihres Lebens verschaffen. ...
Von DVD-Kritik: Shrooms - Pilztrip - Verwandte Webseiten.
www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB:: ARTICLE::434091&hxmain_category=::pjsub::opinio::/buch_film/dvd/filme/horror

Andere Namen
Gebräuchliche englischsprachige Bezeichnungen sind: Shrooms, magic mushrooms, sacred mushrooms, Teonanácatl. Verschiedene Begriffe werden von den Konsumierenden auch für die verschiedenen Formen von Psilocybin und Psilocin oder Pilze, die diese Halluzinogene enthalten, verwendet: Blue caps, boomers, booms, buttons, caps, champ, fungus, funguys, God's flesh, hombrecitos, las mujercitas, little smoke, Mexican mushroom, mushies, mushroom soup, mushroom tea, mushrooms, musk, pizza toppings, rooms, silly putty, simple Simun, zoomers (Martindale, 2007).

Übersetzungen des englischen Begriffs „hallucinogenic mushrooms“ in europäischen Sprachen sind u. a.:
Bulgarisch: ‚??????????? ????’, tschechisch: ‚magické houby’, dänisch: ‚psilocybinsvampe’, ‚magiske svampe’, estnisch: ‚hallutsinogeense toimega seened’, griechisch: ‚µa???? µa??t???a’, französisch: ‚champignons hallucinogènes’ oder ‚champis’, deutsch: ‚psychoaktive Pilze’ oder ‚Zauberpilze’, ungarisch: ‚varázsgombák’, ‚hallucinogén gombák’, ‚pszilocibingombák’, italienisch: ‚funghi magici’, lettisch: ‚Halucinogenas (magiskas) senes ’, litauisch: ‚haliucinogeniniai grybai’, ‚magiškieji grybai’, norwegisch: ‚fleinsopp’, polnisch: ‚magiczne grzybki’, ‚grzyby halucynogenne’, portugiesisch: ‚cogumelos mágicos’, ‚cogumelos psicadélicos’, slowakisch: ‚magické huby’, slowenisch: ‚cudetne gobe’, spanisch: ‚hongos alucinógenos’, ‚hongos lisérgicos’, ‚honguitos’, rumänisch: ‚ciuperci halucinogene’, schwedisch: ‚magiska svampar’, ‚psykedeliska svampar’
.

Ein risikofreier Gebrauch von halluzinogenen Pilzen ist niemals möglich. Wer auf den Konsum dieser Pilze nicht verzichten möchte, sollte aber zumindest folgende Minimalregeln unbedingt beachten:
Nehme niemals "Psilos", wenn Du schlecht drauf bist oder in einer für Dich unangenehmen Atmosphäre (ungünstiges Setting) bzw. wenn Du Angst (ungünstiges Set) vor diesen Pilzen hast. Parties sind für unerfahrene User nicht das optimale Setting: eine nicht zu verkraftende Reizüberflutung kann hier leicht zu Panikanfällen führen.
Achte darauf, daß Du während des Pilztrips einen halluzinogen-erfahrenen, Dir vertrauten Ansprechpartner hast, der, wenn Du schlecht drauf kommen solltest, beruhigend auf Dich einwirken kann. Es reicht hierzu in der Regel aus, den Betroffenen in eine ruhige Umgebung (Frischluft) zu bringen, Körperkontakt zu halten und durch Zureden zu beruhigen. Sollte auch dies nichts nützen, scheue Dich nicht, einen Arzt zu rufen und kläre ihn vollständig auf: Ärzte sind an ihre Schweigepflicht gebunden.
Wenn sich nach 30-60 Minuten nach dem Pilzverzehr noch keine Wirkung einstellt, nicht gleich weitere Pilze "nachwerfen"; bei vollem Magen etc. kann sich das Einsetzen der Wirkung nämlich bis zu eineinhalb Stunden verzögern.
Kannst Du den Wirkstoffgehalt der Pilze nicht abschätzen, so nehme zunächst nicht mehr als 1 g getrocknete oder 5-10 g frische Pilze (das sind maximal 20 mg Psilocybin, wenn es sich um eine "hochprozentige Pilzart", wie z.B. Psilocybe cyanescens oder P. azurescens handelt.)
Psychedelische Bewußtseinszustände stellen eine Ausnahmesituation dar. Bewußtseinsverändernde Pilze sollten deshalb in möglichst großen Abständen (nicht mehr als einmal monatlich) und auch nicht von Menschen genommen werden, die noch voll in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stecken.
Nehme diese Pilze nicht in Verbindung mit anderen Drogen: Mischkonsum stellt ein unkalkulierbares Risiko dar. (Eine Ausnahme hiervon bildet allenfalls Cannabis, wo unangenehme Wechselwirkungen nach Auskunft der User kaum zu befürchten sind.)
Bewahre sicherheitshalber ein Exemplar der verspeisten Pilze auf. Sofern eine Verwechslung mit einer giftigen Pilzart stattfand, dient dieses zur Artbestimmung, so daß im Krankenhaus gezielt gegen das entsprechende Pilzgift (s.v.) vorgegangen werden kann.
Hinweis: Der Abdruck dieser "Sicherheitsregeln" sollte nicht als Aufforderung mißverstanden werden, halluzinogene Pilze zu konsumieren

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